Die ersten Tage an Bord

Willkommen in der Karibik
Karinische Luft schnuppern und dabei die Abenteuerlust der Piraten erleben, so oder so ähnlich könnte man sich das ganze an Bord der Mein Schiff 5 vorstellen. Doch vieles ist nicht so, wie es scheint.

Los ging es bei mir mit dem ersten Abenteur am Flughafen Curacao, angekommen und in der Ankunftshalle, standen aufeinmal 2 Personen da, die mich in Empfang nehmen wollten.
Okay dachte ich mir nehmen wir den der am Seriösesten aussieht, und das war auch eine gute Entscheidung. Denn dieser war von der Hafen Agentur und brachte mich dann zum Hotel in dem ich bevor ich am 23.01 auf die Mein Schiff 5 aufsteige eine Übernachtung hatte.

Im Hotel angekommen, stellte ich fest, dass das Hotel das ich von meiner Agentur in Hamburg bekommen habe einen anderen Namen auf meinen Unterlagen hatte. Naja, wir schon Stimmen.
Checkin war um 16 Uhr im Hotel, angekommen war ich um 14:20 Uhr am Flughafen. Alles sehr karibisch hier. Vieles läuft hier nicht so ab wie es scheint.

Nach einer fast erholsammen Nacht, -5 Stunden Zeit unterschied nach Deutschland. Ging es recht Früh für mich am 23.01. dann aufs Schiff. Passkontrolle, Checkin am Hafen und dann über die Gangway rein in mein Zuhause für 5 Monate.

Wie das mit dem Checkin für mich als Crew hier an Bord abläuft, habe ich schon in einem anderen Beitrag beschrieben, den findet ihr hier: Vom Flugzeug zum Schiff

Die ersten Tage sind eher Eingewöhnung und einlern Phasen. Man macht sich mit dem Schiff vertraut lernt den ein oder anderen schon kennen.
Da ich außerhalb des normalen Zykluses hier an Bord gekommen bin, hatte ich bis jetzt nur ein Training hier an Bord.

Erklärung was sind Trainings: Bei den Trainings hier an Bord, handel es sich um Masnahme-Trainings für verschiedene Situationen, wie z.B.: Erste Hilfe, Evakuierung vom Schiff, Feuerbekämpfung, usw. Für Personen die das erste mal auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten ist der erste Tag und die Trainings erst einmal die Hölle und viel Stress, beim 2ten oder 3ten ist das ganze dann recht entspannt. Trotzdem gibt es immer Situatione die für einen neu sind oder die es so noch nicht gab. Man lernt also nie aus.

Ja was gibt es sonst so? In den ersten Tagen merkt man noch das sich das Schiff bewegt und nimmt jede noch so kleine Bewegung wahr. Das legt sich aber recht schnell bis zum ersten richtigen Seegang. Viel neues gibt es für mcih hier an Bord nicht. Die Mein Schiff 3 ist baugleich zur 5 und somit verlaufen ausgeschlossen. Für den erst Fahrer kann das schon anderst laufen. In den ersten Tagen ist das Schiff rießig und man verläuft sich erst einmal, was ganz gut ist um das Schiff kennenzulernen.

Zum Wetter: Ja es kann auch sehr schnell regnen in der Karibik wie ich festgestellt habe. Es hat jedoch jeden Tag so um 29 – 30 Grad und eine sehr sehr hohe Lufttemperatur.
Das war es schonmal soweit. Solltet ihr fragen haben, dann schreibt mir einfach über das Kontakt Formular hier.

Auch meinen ersten Kabinenwechsel habe ich hinter mir. Heißt war vorher in einer Übergangskabine, so lange bis mein Kollege den ich hier Ersetze heute das Schiff verlassen hat.
Alles immer nicht so leicht oder es kommt nicht so wie man es sich gedacht hat. Jeder Tag hier an Bord ist etwas besonderes bzw. eine neue Herausforderung die es im Team zu bezwingen gibt.
Das Team und auch andere Kollegen werden in der ersten Zeit eine kleine Ersatz-Familie und da wir auf engem Raum zusammen sind nie langweilig.


Was ist manchmal schwierig?

Die Vorteile eines Jobs an Bord, die Nähe zu Gästen und Team, können auch zum Nachteil werden: Büro und Zuhause sind Eins, die Kollegen und Gäste sind rund um die Uhr um einen. Darüber hinaus ist es nicht immer einfach, den Kontakt zu Familie und Freunden daheim zu pflegen. Wer damit umgehen kann, genießt es, Teil der großen Crew-Familie zusein, freut sich über das gute Essen, die vielen neuen Eindrücke und den unschlagbar kurzen Arbeitsweg.

Durch das, dass du wenig Zeit an Bord hast fängt man an seine Freizeit zu planen. Nutze ich die Zeit und schreibe eine Mail an meine Familie oder Freunde? Gehe ich raus an den Strand oder in die Stadt? All diese Fragen stellt man sich am Anfang recht wenig, aber später dann um so mehr.

Doch nicht nur weil Zeit für sich selbst wenig ist hält man wenig Kontakt, sondern auch weil die Kosten für den Kontakt recht hoch sind. Crew-Internet an Bord: 10 Cent pro Minute. Das Internet am Arbeitsplatz darf nur für die Arbeit genutzt werden nicht privat. Für das Telefonieren gibt es eine sogenannte Ocean-Phone-Card für 10 Dollar.  Diese reicht für ein Telefonat 1 Stunde auf das Festnet und ca. 35 Minuten auf ein Handy zu telefonieren.

Mit der Zeit wird das Team oder die Kollegen an Bord zu einer Ersatz Familie. Das Kennenlernen auf engstem Raum verbindet einen viel schneller als an Land und kann über die Zeit an Bord noch lange halten.

 


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